Seit
Jahren schon zählt der schwedische EM-Lauf in der 300 Seelen Ortschaft Höljes
zum Saisonhöhepunkt der Rallycross EM. Nicht nur weil die knapp 30.000
Zuschauer aus ganz Europa diese Veranstaltung zum zweitgrößten Volksfest
Schwedens machen, sondern weil auch aus sportlicher Sicht die Rennstrecke mit Sprungkuppe
und Steilkurve den Fans so einiges zu bieten hat.
Die
Mechaniker-Crew von Münnich Motorsport hatte nach dem Unfall in Norwegen am
Wochenende zuvor jede Menge Arbeit zu bewältigen, um den Skoda von Clemens
wieder fahrbereit zu machen. Und Sie meisterten den Schaden mit großer Bravour,
sodass ein sichtlich erleichterter Clemens in Schweden an den Start gehen
konnte, um sich mit 38 Konkurrenten aus 11 Nationen in der Super 1600er Klasse
zu messen.
Höljes - die schwedischen Flugtage
Schließlich
brachte das erste „roll out“ im freien Training Gewissheit, dass der Fabia keine
unentdeckten Schäden vom Crash in Norwegen davon getragen hatte, alles schien
zu halten. Nur das Wetter bereitete Clemens im Zeittraining einige Probleme und
somit wurde er nach einsetzendem Regen gerade mal auf Platz 34 gewertet. Doch
scheinbar unbeeindruckt davon, fuhr Clemens im ersten Heat seinen Skoda auf den
6. Platz und legte damit den Grundstein für ein erfolgreiches Wochenende. Im
zweiten Heat am Sonntag setzte Clemens alles auf eine Karte und wollte mit
frischen Reifen eine weitere gute Zeit einfahren, um sich bereits im Vorfeld
sicher für die Finals zu qualifizieren. In der ersten Kurve wurde es verdammt
eng…zu eng und Clemens wird leicht vom Tschechen Kalny am Heck getroffen. Der
Fabia bricht aus und Clemens landet im Kiesbett. Wertvolle Sekunden verstreichen,
ehe Clemens sich aus diesem befreien kann und die Aufholjagd startet. Er kann
sich sogar noch wieder an das enteilte Feld ran arbeiten, jedoch war der
Zeitverlust im Kiesbett zu groß und die Heatzeit unbrauchbar. Jetzt stand
Clemens etwas unter Druck und musste im 3. Heat eine saubere Zeit hinlegen. Er
behält einen kühlen Kopf und markiert die 5 schnellste Zeit im letzten Heat,
sodass er mit Platz 7 in der Qualifikation von Startplatz 2. im B-Finale auf
die Reise gehen konnte.
Start-/Zielsieg für Clemens im B-Finale
Das B-Finale hatte es in sich.
Nicht nur das sich Clemens gegen den Norwegen-Gewinner Rakhmatullin (RUS)
durchsetzen musste, auch das sich die bärenstarken Skandinavier Tesdal (NOR)
und Thörjesson (SWE) zu Clemens in die Startaufstellung gesellten, machte die
Aufgabe nicht einfacher. Er musste unbedingt gewinnen, um ins A-Finale
aufzusteigen und weitere wertvolle EM-Punkte einzusammeln. Doch Clemens bewies große
Klasse und währte die Angriffe über die fünf Runden Finaldistanz erfolgreich
ab, sodass er das B-Finale für sich entschied und schließlich den letzten
Startplatz im A-Finale einnahm.
Clemens gelingt ein sensationeller Start im A-Finale
Von dort aus gelang Clemens ein Blitzstart und
er schoss aus der letzten Reihe bis auf den 2. Platz vor,um sich direkt an die
Fersen des Polesetters Skorupski zu heften. Clemens kann den Speed mitgehen und
in der letzten Runde sogar etwas Druck auf den Polen ausüben. Beide fliegen
hintereinander im Drift durch die Jokerlap. Clemens touchiert ausgangs der
Joker sogar noch die Leitplanke und verliert dadurch Meter auf den Polen, doch
auch den zweiten Platz kann ihm keiner mehr nehmen. Somit feiert Clemens einen
unglaublichen 2. Platz in Höljes und platziert sich damit sogar auf dem 4.
Gesamtrang in der EM. Auch die Freude beim Team kennt nach der Zieldurchfahrt
keine Grenzen, denn auch Sie wissen genau, wie groß ihr Anteil am Erfolg Ihres
jungen Fahrers aus Fintel ist und wie sehr sich die Strapazen der
vorausgegangenen Woche gelohnt haben. Clemens ist unendlich dankbar über die
großartige Leistung vom Team und zugleich sichtlich zufrieden nach diesem
tollen Ergebnis zur Saisonhälfte.
Platz 2 - der Lohn für eine klasse Vorstellung in den Finals
Ein
lachendes und ein weinendes Auge…
Nach
5-wöchiger Pause startete Clemens am letzten Wochenende im norwegischen Hell
beim 4. Lauf zur Rallycross Europameisterschaft 2011. Nach der Nullrunde beim
letzten EM-Lauf in Frankreich sollte auf der 2011 neu in den EM-Kalender
gekommenen Lankebanen nahe Trondheim nun ordentlich gepunktet werden, um den
Anschluss an die Tabellenspitze nicht völlig zu verlieren.
Gute Stimmung unter der norwegischen Sonne!
Clemens
schoss sich auf Anhieb gut auf die neue Rennstrecke ein und markierte im
Zeittraining auch gleich erstmal die 7. schnellste Zeit bei den Super 1600ern.
Im ersten Heat am Samstag galt es eine ordentliche Ausgangsposition für die
darauf folgenden Heats zu schaffen, doch leider musste Clemens nach einem
kleinen Fahrfehler den Norweger Taraldsen passieren lassen und vorerst mit der
12. Zeit vorlieb nehmen.
Clemens vor dem Tschechen Z. Cermak
Doch unbeirrt davon lies es
Clemens am frühen Sonntagmorgen im 2. Heat so richtig krachen. Er gewinnt den
Start u.a. gegen den Tschechen Cermak, kann sich von diesen im Rennverlauf
sogar distanzieren und fährt einen sauberen Heat bis zum Zieleinlauf. Diese
klasse Leistung wird auch prompt mit der 3. schnellsten Zeit belohnt, und
Clemens meldet sich zurück um die Vergabe der „Big-Points“ in Norwegen. Nachdem
es zu Saisonbeginn einige Rückschläge gab, machte der Skoda Fabia Super 1600 in
Norwegen keinerlei Probleme und somit ermöglichte Clemens durch die 6. Zeit im
3. Heat letztendlich den direkten Einzug ins A-Finale.
Von Startplatz 6. aus erwischt
Clemens einen überragenden Start und geht zusammen mit dem norwegischen
EM-Leader Bakkerud in die Jokerlap. Nun galt es sich an Bakkeruds Versen zu
heften und den Speed über die 5 Runden Finaldistanz zu halten. Doch der Plan
geht nicht ganz auf, denn der Däne Linnemann auf Position 2 liegend hält die
Verfolger um Clemens und Co. auf. Ein spannendes Finale ist entfacht und es wird
auf jeder Position um Zentimeter gekämpft, leider auch mit unsportlichen
Aktionen, wie es Clemens eine Runde vor Schluss auf einer Schotter-Bergauf-Passage
schmerzhaft zu spüren bekommt. Der hinter ihm fahrende Schwede J. Larsson
touchiert mit seinem Citroen C2 das rechte Hinterrad von Clemes Fabia so
heftig, dass dieser nur noch Passagier ist und mit hoher Geschwindigkeit in die
Betonmauer geschleudert wird. Ein bitteres Aus nach einem tollen Wochenende und
zum Bedauern der Mechaniker-Crew von Münnich Motorsport auch jede Menge Arbeit
an dem zertrümmerten Fabia.
Das sieht nicht gut aus...
Auch wenn
der Schwede Larsson im Nachgang disqualifiziert wurde und Clemens mit Platz 5
das bisher beste Saisonergebnis einfährt, so bleibt jedoch der bittere
Beigeschmack des kaputten Skodas und es beginnt das Zittern um die Teilnahme in
Höljes. Denn zur Reparatur bleiben nur knappe 5 Tage Zeit, bevor es am
kommenden Wochenende im schwedischen Höljes beim 5. EM-Lauf wieder zur Sache
geht.
Am
vergangenen Wochenende stand der 3. Lauf zur Rallycross Europameisterschaft
2011 auf dem Programm. Der Circuit de Duc im französischen Essay war für
Clemens die erste völlig neue Rennstrecke in der noch jungen Saison und somit
stand im Vorfeld eine intensive Streckenbegehung auf dem Programm, da in den
zwei kurzen Trainingseinheiten am Samstag wenig Zeit zum Austesten des neuen
Kurses blieb.
Nach dem
freien Training zeigte sich Clemens mit einer 13. Zeit von 43 gewerteten
Startern recht zufrieden und war zugleich beeindruckt von der Qualität und der
Schnelligkeit der über 20 hochmotivierten Franzosen, welche bei der Vergabe der
EM-Punkte ein Wörtchen mitreden wollten.
Doch schon im Pflichttraining musste Clemens nach 300 m
bereits die Segel streichen und blieb mit Problemen der linken Antriebswelle
liegen. Eine Bodenwelle beanspruchte das Zusammenspiel zwischen Federweg und
Antriebsstrang. Der 1. Heat stand unmittelbar im Anschluss an das
Pflichtraining an und es verblieben nur wenige Minuten, um den entstanden
Schaden zu reparieren. Man musste also schnell improvisieren und versuchte den
Federweg und somit die Neigung der Antriebswelle mittels sogenannten „Bumbstops“
zu minimieren. Leider ohne Erfolg und Clemens bleibt nach gewonnenem Start
erneut mit Antriebswellenschaden liegen.
Doch noch
schien nichts verloren. Am Abend wurde das Problem akribisch analysiert und
konnte bis zum nächsten Morgen auch abgestellt werden. Jedoch lies das Pech
erneut nicht lange auf sich warten. Clemens gewinnt abermals den Start, muss
nach einer halben Runde dennoch den Wagen aufgrund von Elektronikproblemen
abstellen, was das vorläufige Aus in Frankreich bedeutete.
Keine Punkte
also aus Frankreich, aber auch Rückschläge gehören im Motorsport leider dazu.
Nach einer 5-wöchigen Pause geht es am 25./26. Juni nach Hell in Norwegen. In
der „Hölle“ will Clemens denn wieder wertvolle EM-Punkte holen.
A-Finale Auch hier gelingt Clemens ein guter Start. Doch dann ist dieses Finale für Clemens frühzeitig beendet. Eine defekte Antriebswelle verhindert eine Weiterfahrt. Dennoch sind alle mit Clemens 6. Platz mehr als zufrieden. Auch Clemens erreicht sein selbst gestecktes Ziel - die Teilnahme am A-Finale!
B-Finale Mit einem super Start fährt Clemens ein hervorragendes B-Finale und überquert als erster die Ziellinie. Damit hat er sich die Teilnahme am A-Finale gesichert.
3. Heat Clemens hat einen super Lauf und fährt auf Platz 5. Mandie und René beenden Ihre Läufe nicht!
2. Heat Nach mehreren Zweikämpfen belegt Clemens Platz 11, hat im kommenden 3. Heat aber eine gute Startgruppe und hofft hier die Teilnahme am B-Finale zu zu sichern! René belegt Platz 13und Mandie fährt auf den 17. Platz!
1. Heat: Clemens belegt nach Zweikampf mit Smetana den 9. Platz, Mandie erreicht den 12. Rang und René belegt Platz 12!
Zeittraining: René belegt den 5. Platz. Clemens fährt auf Platz 9 und Mandie belegt den 18. Rang!
Clemens führt im B-Finale!
Clemens
Meyer fährt auch 2011 wieder im all-inkl.com Team von Münnich
Motorsport und reiste mit seinen Teamkollegen zur Saisonvorbereitung in den Schnee!
In
der vergangenen Woche begann die motorsportliche Saison für Clemens
mit einer völlig neuen Erfahrung. Er war zusammen mit seinen Münnich
Motorsport Teamkollegen René Münnich & Mandie August ins
schwedische Provinznest Arjeplog gereist, um an einem Audi driving
experience Camp teilzunehmen. Nur unweit des Polarkreises herrschen um
diese Jahreszeit noch optimale Bedingungen, um auf den zahlreichen
zugefrorenen Seen an dem eigenen Fahrstil zu arbeiten und ein Optimum
an Gefühl für den Grenzbereich zu entwickeln. Aus Clemens Sicht war
der gemeinsame Teamausflug eine Bereicherung ohnegleichen, da gerade die Super
1600 Autos einen ausgesprochen sauberen Fahrstil verlangen, welcher
auf den Eisflächen des Testgeländes von dem Trio mehr als gefordert
wurde!
Intensivtraining im schwedischen Lappland!
Nach
der erfolgreichen Saisonvorbereitung fiebert Clemens nun dem
Saisonauftakt zur Rallycross Europameisterschaft am Osterwochenende
entgegen. Im Ursprungsland des Rallycross findet am 24./25. April auf
dem Lydden Hill Race Circuit in England der erste von insgesamt 10
Meisterschaftsläufen statt. Nach seinem hervorragendem 7. Platz im
Gesamtklassement des vergangenen Jahres strebt der 23-jährige in
diesem Jahr große Ziele an. „Im
letzten Jahr fehlte es einfach an Kontinuität & vor allem an
Erfahrung. Von den 10 gefahrenen Strecken waren mir 9 völlig
unbekannt! Dies war ein kleiner Nachteil, welcher sich in diesem Jahr
minimiert und mein Ziel somit ist, sich bei jedem Rennen für das
A-Finale (Top 6) zu qualifizieren! Im A-Finale ist ist immer alles
möglich & durch kluges taktieren kann man schnell aufs Podium
vorfahren!“
Die Einstellung stimmt also schon
mal & man darf die neue Saison mit Spannung erwarten! Wie auch im
letzten Jahr werden wir Euch mit aktuellen Rennberichten auf dem
laufenden halten & nach Möglichkeit wieder „live“ von der
Rennstrecke berichten!